HPV Impfung

Bisher Früherkennung die beste Möglichkeit
Gebärmutterhalskrebs, das Zervixkarzinom, ist die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau.
Inzwischen ist nachgewiesen, dass das Zervixkarzinom auf einen Infekt mit Humanen Papillom Viren (HPV) zurückzuführen ist.

Die meisten sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit dem HPV Virus in Berührung. Die Mehrzahl der Frauen überwindet einen Infekt mit bleibender Immunität gegen den jeweiligen Virustyp. Nur ein geringer Teil, d.h. 3% können den Infekt nicht vollständig eliminieren und Teile des Virus werden in Zellen des Gebärmutterhalses eingebaut.

Nur diese Frauen haben ein Risiko für die Entwicklung eines Zervixkarzinoms. Es gibt die Möglichkeit, durch den HPV-Test festzustellen, ob eine Frau zu dieser Risikogruppe gehört. Dadurch konnte der Krebs in einem sehr frühen Stadium erkannt und damit erfolgreicher therapiert (Operation) werden. Die Entstehung selbst konnte bisher jedoch nicht verhindert werden.

Mit der Impfung ist eine echte Prophylaxe zu erreichen!

Mit der Impfung ist es jetzt möglich geworden, junge Frauen vor einer Infektion mit den Hochrisikotypen der HPV-Viren (HPV 16 und 18) zu schützen und damit auch vor der Integration dieser Virus-DNA in den Gebärmutterhals. Damit ist auch das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs stark reduziert worden.

Wer sollte geimpft werden?

Es wird empfohlen, Mädchen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren zu impfen.
Darüber hinaus kann es auch für Jungen im gleichen Alter (Vermeidung der Übertragung) und für ältere Frauen sinnvoll sein.
    
Welche Impfstoffe gibt es?
Der erste Impfstoff "Gardasil" von der Firma Sanofi Pasteur MSD ist seit Oktober 2006 zugelassen und verfügbar. Er wirkt gegen die "high risk" Virus-Typen HPV 16 und 18 und gegen die Genitalwarzen verusachende Typen 6 und 11.

Ein zweiter Impfstoff "Cervarix" von der Firma GlaxoSmithKline befindet sich seit Ende 2007 auf dem Markt. Dieser Impfstoff ist gegen HPV 16 und HPV 18 wirksam. Durch einen Zusatzstoff wird durch diesen Impfstoff ein höherer Level an Antikörper im Blut erreicht.

Wie erfolgt die Impfung?
Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Einzeldosen, die intramuskulär in
den Oberarm injiziert werden nach folgendem Schema: 0, 2 (1) und 6 Monate. Das heisst die zweite Impfung erfolgt 2 (1) Monate, die dritte Impfung 6 Monate nach der ersten Impfung.

Wird die Impfung von der Kasse übernommen?
Seit neuestem gibt es eine Empfehlung der STIKO (Ständige Impfkommision des Robert-Koch Institutes) für eine Impfung aller Mädchen im Alter zwischen dem 11. und dem vollendeten 18. Lebensjahr.
Die Impfung wird von allen Krankenkassen bezahlt, allerdings müssen Sie zur Zeit noch in Vorlage treten. Das heißt, Sie zahlen direkt in der Praxis und bekommen die Kosten von der Krankenkasse gegen Vorlage der Quittung zurückerstattet.

Wie sicher ist die Impfung?
Die Wirksamkeit gegen HPV Infektionen wurde in zwei großen klinischen Studien nachgewiesen. Nebenwirkungen traten nicht auf.

Ist die Impfung auch für ältere Frauen geeignet?

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist es unklar, ob eine Frau, die bereits natürlich mit HPV infiziert war, von der Impfung profitiert.

Auf jeden Fall könnte sie sich, wenn nur eine Infektionen mit einem HPV-Virus Typ vorlag, durch die Impfung vor einer Infektion mit einem weiteren HPV-Virus Typ schützen.

Werden durch die Impfung Vorsorgeuntersuchung und HPV Test überflüssig?
Auf keinen Fall, da bei einer Vorsorgeuntersuchung auch auf andere Erkrankungen und Krebsformen untersucht wird.
Die Impfung schützt außerdem nur vor ca. 90% der HPV-Viren.